Gartenbauverein  Firnhaberau  seit 1921
 

Imkerei


1. Das Bienenvolk
In den Sommermonaten leben im Bienenvolk bis zu 50.000 Bienen. Im Winter sind es lediglich um die 15.000
In jedem Bienenvolk lebt eine Königin, Arbeiterinnen und im Sommer einige 100 Drohnen zur Befruchtung der Jungköniginnen
Ein Bienenvolk kann bis zu 2,7 Millionen Obstblüten am Tag bestäuben !
Ca. 70% der Population eines Volkes schwärmen mit der alten Königin aus auf der Suche nach einem neuen Zuhause.


2. Die Königin
ist weiblich und um die Hälfte größer als die Arbeiterinnen. Sie besitzt einen besonderen Duftstoff (Pheromon) der das Volk zusammenhält. Die Königin legt am Tag bis zu 2.000 Eier, auf das Jahr gerechnet sind es bis zu 200.000 Stück. Sie benötigt zur Aufzucht 16 Tage, ihre Lebenszeit beträgt ca. 5 Jahre. Durch die Zucht versucht der Imker bestimmte positive Eigenschaften eines Volkes weiter zu vererben. Dazu gehört die Entwicklung im Frühjahr, der Honigertrag, der Bautrieb. der Wabensitz und die Sanftheit des Volkes etc.



3. Die Arbeiterinnen
sind halbweiblich und nicht fortpflanzungsfähig, schlüpfen nach 21 Tagen aus ihrem Ei, transportieren in ihrer Honigblase bis zu 40 mg Nektar
transportieren bis zu 15 mg Pollen während eines Fluges
sind erst ab 12 Grad flugfähig (alle Bienen)
sehen die Farben Blau und Gelb sehr gut, Rot hingegen eher schwarz und schlecht
besitzen zwei Facettenaugen und 3 kleine Punktaugen
fliegen bis zu 30 km/h schnell
können mit ihren Fühlern nicht nur Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen, sondern auch riechen
orientieren sich an der Sonne und am Magnetfeld der Erde
verwenden zur Kommunikation untereinander eine sog. Tanzsprache
produzieren in den Kopfdrüsen Futtersaft für die Aufzucht
stellen Enzyme in ihrer Speicheldrüse her
erledigen in ihrem Lebenszyklus unterschiedlichste Arbeiten, z.B. Zellen putzen, Larven füttern, ausschwitzen von Wachsplättchen zum Wabenbau, Übernahme des Nektars und Verarbeitung zu Honig, Übernahme der Pollen und einstampfen in die Zellen, Bewachung des Flufloches und Abwehr gegen Räuber, Sammelflüge von Nektar, Pollen, Kittharz und Wasser


4. Die Drohnen

sind männliche Bienen welche aus einem unbefruchteten Ei entstehen
die Entwicklung dauert 24 Tage
die Lebensdauer beträgt rund einen Monat
geben bei der Paarung ihren Samenvorrat an die Königin ab (eine Königin paart sich mit ca. 20 Drohnen)
gegen Ende der Sommertracht werden die Drohen in einer sog. "Drohnenschlacht" nicht mehr gefüttert und aus dem Bau getrieben und gezerrt


5. Die Bienenweide
ist die Ernährungsgrundlage der Bienen, welche sie von den Pflanzen in Form von Nektar, Pollen oder Kittharz erhalten
unterschiedliche Bienenweiden können Auswirkungen auf Geschmack, Farbe und Konsistenz des Honigs haben. Dazu gehören Blumenwiesen, Obst- oder Waldbäume und andere heimische Pflanzenarten


6. Die Erzeugnisse der Bienen
Honig wird aus Nektar und verschiedenen Sekreten erzeugt. Dabei wird das darin enthaltene Wasser um bis zu 18 % verdunstet. Danach wird der Honig mit einem Wachsdeckel verschlossen und in die Waben eingelagert
man unterscheidet folgende Honigsorten: Blütenhonig, Sommerhonig und Waldhonig, jeweils in flüssigem oder kandierten Zustand
der Honig enthält Frucht - und Traubenzucker, verschiedene Enzyme, Spurenelemente, Aminosäuren, Vitamine und Wasser
der Honig soll trocken, kühl und dunkel gelagert werden
für 500 g Honig muss eine einzelne Biene 3x um die Erde fliegen und dabei 5 Millionen Blüten besuchen
Eiweißnahrung aus Blütenpollen für die Aufzucht der Brut und Jungbienen
Bienenbrot als Pollenvorrat für den Winter


Propolis als Kittharz von Knospen verschiedener Bäume gesammelt und  verarbeitet (natürliches Mittel gegen Krankheitserreger)
Gelee Royal (der königliche Saft) wird von Ammenbienen erzeugt und dient als Nahrung für die Königinnenaufzucht
Bienengift wird in der Giftdrüse gebildet und in der Giftblase gespeichert
Bei einem Bienenstich sofort den Stachel wegkratzen und Umschläge mit kaltem Wasser machen (Hausmittel Spitzwegerich, Essig oder Zwiebel auflegen)
Bei Allergien umgehend einen Arzt aufsuchen
Bienenwachs wird von den Bienen zum Nest und Wabenbau verwendet. Es wird von 8 Drüsen an der Bauchseite der Arbeiterbienen erzeugt. Aus diesem Wachs lassen sich Kerzen, Kosmetikartikel etc. herstellen. Der Schmelzpunkt von Bienenwachs liegt bei 65 Grad

Sie wollen mehr wissen oder gar mit dieser tollen Freizeitbeschäftigung beginnen - dann  wenden Sie sich gerne an unsere Imkerei Spartenleiterin Martina Neuenaber (Karlsbader Str. 23, 86169 Augsburg).



Martina Neunaber (links) hat im März 2023 die Spartenleitung der Imkerei von Gustav Bonfert (rechts) übernommen. Gerda und Dieter Wager bedanken sich und wünschen gutes Gelingen.